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Inse Sanwaldt, Andrea Priesmeier, Eddie Giesbrecht und Dennis
Dulinsky
gestalteten mit mitreißenden Songs den Großteil des Jugendgottesdienst
in Wehdem. Foto: Schubert
WEHDEM (Art)„Siegertypen“ hieß das Motto des Ready2Go-Gottesdienstes in Wehdem. Und Siegertypen hatten die Mädchen und Jungen zuvor vor den heimischen Fernsehern, beim Public Viewing oder auf dem Großbildschirm während der Gottesdienstvorbereitungen verfolgen können, denn die deutsche Nationalmannschaft hatte sich mit einem 4:1 gegen England ins heutige Viertelfinale geschossen.
Kein Wunder, dass auch Jugendgottesdienst ganz im Zeichen von „König
Fußball“ stand. Der Ready2Go-Gottesdienst, den das Vorbereitungsteam um
Jugendreferent Andreas Hoffmann und Pfarrer Reinhard Ellsel gestaltete,
stellte die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika in den Mittelpunkt.

Perecia Bagandirana aus Südafrika berichtete aus ihrer Sicht, was ein „Siegertyp“ ist. Foto: Schubert
Nach einer Minute Ruhe zur Besinnung glich der Gottesdienst mit viel lebhafter Musik eher einer WM-Party. Einer Party, in der auch die Worte und das Wirken Gottes ihren festen Platz hatten – musikalisch-spritzig verkündet von der Anfang des Jahres gegründeten Ready2Go-Band und der Netzwerkerband der Christusgemeinde Rahden (CGR).
Bereits zu Beginn hielt es bei den einheizenden, christlichen Sounds
niemanden mehr auf den Sitzen. Auch wenn sich die jungen
Gottesdienstbesucher zwischendurch – „zivilisiert“, weil gut erzogen –
immer mal wieder auf den Stühlen niederließen, wie es für die Teilnahme
an einem traditionellen Gottesdienst gehört.
Junge Leute zu begeistern heißt aber auch, ab und an mit alten
Traditionen zu brechen, und so kamen diese nur zu gerne der Aufforderung
nach, die Netzwerk-Sängerin Ines Sanwald immer mal wieder durch die
Reihen schickte: „Ihr dürft gerne stehen bleiben“. Vuvuzela-Klänge
unterstrichen den Applaus für die Bands. Tanzen, klatschen, mitsingen –
alles war erlaubt.
Die Texte auf eine Leinwand projiziert, unterlegt mit Naturimpressionen,
die gleichzeitig Besinnlichkeit in den lebendigen Gottesdienst
brachten. In zwei Anspielen veranschaulichten die jungen Christen, was
Siegertypen ausmacht und welchen Anteil Gott am Erfolg der Menschen hat.
Gleich ob das Anspiel „Teambesprechung mit Jogi“, ein Bilderrückblick
über weltliche deutsche „Siegertypen“ bis hin zu Paulus, einem
„Siegertypen aus der Bibel“, schlugen die Mädchen und Jungen eine Brücke
zwischen Glauben und Erfolg.
„Siegertypen ziehen uns in ihren Bann, denn sie zeigen, dass noch mehr
geht, wenn wir uns anstrengen“, erläuterte Pfarrer Reinhard Ellsel die
Idolfunktion derer, die ganz oben auf dem Treppchen stehen. An einem
Gleichnis aus der Bibel machte er deutlich, dass siegen eine neue
Dimension bekommen kann, wenn man den Kampf um den Sieg nicht aus
eigenem Egoismus aufnimmt, sondern dafür, andere zum Glauben zu bewegen.
„Egoismus spaltet das Miteinander, der Gemeinschaftliche Kampf bringt
voran.“
Einen Einblick in einen engagierten Kampf um den christlichen Glauben
und die Persönlichkeitsentwicklung der Schwachen gab ein besonderer Gast
aus Südafrika. Ein Fußballidol war es nicht, das kurzfristig einflogen
worden war, aber Perecia Bagandirana, Schulleiterin einer
weiterführenden Mädchenschule ihres Landes, erläuterte, dass die 300
Mädchen, die nach der Aufnahmeprüfung an der Schule lernen dürfen, zu
den Siegertypen gehören, da sie es geschafft haben, sich mit Engagement
Bildung zugänglich zu machen, die ihnen völlig neue Lebensperspektiven
eröffnet.
An einer Torwand wurden gegen Ende von den Jugendlichen aufgeschriebene
Fürbitten gesammelt, bei kühlen Getränken und Herzhaftem vom Grill
ließen die Mädchen und Jungen den Gottesdienstabend vor dem Gemeindehaus
in lockerer Runde ausklingen. Man darf gespannt sein, ob sich die
jungen Leute beim heutigen Spiel gegen Argentinien der Worte über die
wahren Siegertypen erinnern, die sie am vergangenen Sonntag im
Jugendgottesdienst kennen gelernt haben.
Denn auch heute Nachmittag werden die Jugendlichen ab 16 Uhr das Spiel der deutschen Mannschaft gegen Argentinien verfolgen und natürlich hoffen, dass die Löw-Jungs siegen – nicht für sich selbst, sondern für Deutschland.
Das neue Freizeitprogramm "kreuz & quer 2012" des Evang. Jugendpfarramts ist da. Hier auf unserer Homepage kann ab sofort kräftig gestöbert und natürlich auch angemeldet werden. "Kreuz & quer 2012" in gedruckter Form gibt es in allen Gemeindehäusern, Evang. Jugendzentren und Pfarrbüros im Kirchenkreis Lübbecke und natürlich im Jupf.
Du kannst das Freizeitheft aber auch als pdf hier downloaden