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CVJM-Rahden: Hunteburger Martinslauf hilft gleich dreifach| noz.de

  

Ein Artikel von Karin Kemper

Hunteburg. Was gibt es an der Wilhelm-Busch-Schule seit dem Jahr 1999, und was verbindet gleichzeitig alle Kinder und Jugendlichen der Schule? Die Antwort: der Martinslauf. Und gute Tradition ist es, den erlaufenen Betrag im Rahmen einer Feier direkt vor den Weihnachtsferien zu übergeben. Empfänger sind dieses Mal Flüchtlinge, die die deutsche Sprache erlernen.

Bevor Christian Kahlmeier und Oliver Nickel zusammen mit ihren Begleitern den Scheck entgegennahmen, fragte Schulleiterin Annegret Menke die in der Aula versammelten Schüler: „Schätzt einmal, wieviel Geld ihr beim Sponsorenlauf zusammenbekommen habt ?“ Passende und weniger passende Zahlen wurden genannt. Die „3000“ kommentierte Menke so: „Das ist schon nahe dran. Genau sind es 3410 Euro.“ Dieser Betrag wird durch drei geteilt. Zwei Anteile sind für Flüchtlingskinder im Lager in Bramsche-Hesepe bestimmt – einmal für Schulkinder, einmal für Kindergartenkinder. Christian Kahlmeier, der an der Hauptschule Bramsche unterrichtet, hatte gehofft, mit seinem Anteil ein Fußballtor finanzieren zu können. Schließlich müsse Spaß beim Lernen hinzukommen. Das Zählen bis 100 werde beispielsweise beim Seilspringen trainiert. Jetzt ist einiges mehr drin: das zweite Tor und ein Volleyballspielfeld.

Der Pädagoge war zusammen mit Omar und Tatjana nach Hunteburg gekommen. Die beiden 13-Jährigen stellten sich auf deutsch vor – mit Namen und woher sie kommen. Mit dazu gehörte dann der Hinweis, dass Omar mit seiner Familie nach Bad Essen zieht – und dort dann eine normale Schule besuchen wird.
Das letzte Drittel ist für Oliver Nickel, Jugendreferent der Kirchengemeinde Rahden, und seine Arbeit bestimmt. Seit rund einem Jahr gibt es im CVJM-Rahden das YMCA café international, ein Treff für Asylsuchende. Angefangen hatte alles mit der Überlegung, was denn die Fremden im Ort machten. Man wollte eine Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen schaffen. Die Flüchtlinge (zunächst waren es 90, inzwischen 340) wurden in ihren Wohnungen besucht und eingeladen. Inzwischen finden die Treffen zweimal wöchentlich mit 50 bis 60 Teilnehmern statt. Und eine Lehrerin der Wilhelm-Busch-Schule, nämlich Sabine Kerkhoff, engagiert sich in ihrem Heimatort für den Deutschunterricht der Asylsuchenden. Nächstes Ziel ist jetzt, ein Netzwerk aufzubauen, damit Kinder die neuen Bewohner kennenlernen können.

Und auch Nickel war nicht allein gekommen. Er hatte Ogosan mitgebracht. Der 36-jährige Iraker beherrscht mehrere Sprachen und nimmt jetzt die nächste in Angriff. Er sagte: „I like lernen deutsch.“
Unmittelbar vor der Spendenübergabe hatte der Hauptschulchor gesungen und mit dem Lied: „Ich wünsche mir für jedes Kind, dass endlich Friede werde“ bei so manchem der Zuhörer für Gänsehaut gesorgt.

Nach dem gemeinsamen Lied „Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht“ sorgten die Klasse 3a und 3b mit ihrer Trommelperformance für Aufsehen – in doppeltem Sinn. Die Akteure trugen zumeist Nikolausmützen und sie trommelten gekonnt auf selbstgebastelten Trommeln. Das „¸Param pam pam“ zog alle in den Bann. Die strahlenden Augen der Nachwuchsmusiker nach dem Applaus sprachen zudem für sich. Von ihrer Schulleiterin wollten sie sich zu Weihnachten aber dann doch nicht verpflichten lassen: „Ja – nein, da habe ich doch keine Zeit…“

Die Theater-AG präsentierte zwei Sketsche, bei denen jeweils der Weihnachtsmann und der Glaube an seine Arbeit eine entscheidende Rolle spielten. Weihnachtsmann Nummer eins war auf dem Weg zur Gabentischkonferenz in der Bescherungszentrale. Seine Kinder wussten, dass ihr Vater der richtige Weihnachtsmann ist und entsprechend zum Fest nie daheim war. Nur glaubte ihnen das niemand. Ein Rentierstreik sorgte dann dafür, dass der sehnlichste Wunsch des Nachwuchses in Erfüllung ging.
Nicht minder skurril, was die Nachbarn von Familie Engelmann erlebten. Der Mann kletterte auf dem Dach herum und trainierte die vertikale Anreise mit horizontaler Annäherung. Und dann tauchte noch Tochter Engelchen auf. Die Mutter berichtete, dass sie mit der Schulter gegen eine Regenwolke gestoßen war und die daraus resultierende Flügelfalte beim Fliegen zum Trudeln führte. Entsprechend musste der Flügel zur Reparatur auf die Wolke. – Spendenübergabe für Flüchtlinge: Hunteburger Martinslauf hilft gleich dreifach| noz.de – Lesen Sie mehr auf: http://www.noz.de/lokales/bohmte/artikel/651845/hunteburger-martinslauf-hilft-gleich-dreifach#gallery&0&0&651845


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