Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

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Ich möchte mich einfach bei allen bedanken!

Integration ist keine Einbahnstraße. Menschen, die Zugang in die aufnehmende Gesellschaft, z. B. über die Sprache finden, erlangen Selbstswirksamkeit und Unabhängigkeit. Damit bereichern sie die Gesellschaft und übernehmen eigenverantwortlich ihre Aufgaben für diese.

Untere Reihe, 2. von links: Ayman mit seinen Freunden

Zu den geflüchteten Menschen, die in den letzten Jahren nach Rahden gekommen sind, entstanden freundschaftliche Beziehungen. Jetzt sagen wir Ayman „Auf Wiedersehen“ und freuen uns mit ihm, dass er seinen Wunsch-Ausbildungsplatz in Köln gefunden hat. Stellvertretend für viele, hat Christina Zimmermann ein Gespräch mit Ayman geführt:

Ayman bei der Waldweihnacht in Wehe

C: „Neue Heimat – Neue Wege“, das war im letzen Jahr ein Medienprojekt, bei dem du mitgemacht hast. Jetzt gibt es wieder neue Wege für dich, erzähl mal Ayman, wo gehst du hin?

A: Ich muss leider nach Köln umziehen. Ich habe einen Ausbildungsplatz als Gesundheits- und Krankenpfleger gefunden. Ich habe überall gesucht und jetzt hat es in Köln geklappt.

C: Das war immer dein Wunsch, nach Köln zu gehen, du kennst die Stadt ein bisschen oder?

A: Ja das war mein Wunsch vor 3 Jahren nach Köln zu gehen, weil da mein Bruder wohnt, und weil ich Köln einfach toll finde, eine große Stadt und so. Jetzt gehe ich nach Köln, aber trotzdem mein Herz bleibt immer in Rahden.

C: Naja , dein Herz musst du schon mitnehmen, sonst machst du die Ausbildung nicht richtig! – Aber, wo wirst du wohnen in Köln, bei deinem Bruder?

A: Nein, ich werde in Köln-Nippes wohnen. Das Krankenhaus wo ich die Ausbildung mache hat ein Wohnheim und ich habe einen Antrag gestellt für einen Platz, jetzt habe ich die Chance ein Zimmer in diesem Wohnheim zu bekommen. Nippes ist ein Stadtteil von Köln.

Sommeraktion in der Wehme

C: Du kennst dich ja schon ein bisschen aus in Köln, weil du manchmal deinen Bruder besucht hast. Was meinst du sind die Vorteile einer großen Stadt.

A: Also die Vorteile finde ich für junge Menschen es gibt mehr Möglichkeiten. Man kann viel mehr machen.

C: Und was meinst du ist besser in einer kleinen Stadt wie Rahden?

A: Die Freundschaft. Die Leute, die ich kennen gelernt habe.

C: Ich glaube du bist auch ziemlich bekannt in Rahden geworden, dein Gesicht kennen viele, manchmal ohne Bart, manchmal mit Bart oder mit zu langem Bart…

A: Das kommt immer darauf an, was die Leute mir empfehlen…

C: Du warst hier in mehreren Vereinen, zum Beispiel im Sportverein.

A: Genau, ich bin seit 2 oder 3 Jahren im Tuspo und spiele Fußball und dann arbeite ich im Dersa Kino, da habe ich auch viele Leute kennen gelernt. Und dann bin ich beim DRK. Das ist ein bisschen in der Richtung, wie ich arbeiten möchte. Und natürlich bin ich immer beim CVJM im Café. Und ich habe versucht den Syrern zu helfen, die noch nicht gut Deutsch sprechen, beim Arzt oder im Gespräch mit Lehrern in der Schule.

C: Das hört sich so an, als ob es für dich immer einfach war, hier Kontakte zu finden. Aber ich weiß, dass die erste Zeit nicht so leicht war.

A: Ja zuerst waren unsere Gedanken immer noch in Syrien, wir haben schlimme Erlebnisse gehabt. 
Aber nach und nach haben wir mehr Kontakte mit anderen gehabt. Wir haben im Café neue Leute kennen gelernt und konnten etwas Deutsch sprechen. Und ganz wichtig war, als wir einen Deutschkurs im Bahnhof hatten. Wir waren neu in Deutschland und konnten die Sprache nicht. Und wir hatten noch keine Aufenthaltserlaubnis und durften nicht zur Schule (Integrationskurs) gehen. Es war sehr gut, dass wir in dieser Zeit zum Deutschkurs zum Bahnhof gehen konnten.

C: Zuerst hast du mit vielen Leuten in einer Wohngemeinschaft gewohnt, jetzt wohnst du alleine in einer Wohnung. Ist es besser für dich alleine zu wohnen?

A: Eigentlich kommt es immer darauf an, was man macht. Am Anfang ist es wichtig mit anderen Leuten zusammen zu wohnen. Man hat immer jemanden zum Reden, auch in seiner Sprache, es ist immer jemand da. Jetzt werde ich in einem Wohnheim wohnen, zwar alleine aber doch mit vielen in einem Haus.

C: Ich bin mir sicher, das ist für dich kein Problem du bist hier immer mit allen Leuten gut ausgekommen, das wird auch in Köln so sein.
Wir wünschen dir einen guten Start in deiner Ausbildung und viel Glück auf deinem Weg! Und wir freuen uns, wenn du mal wieder nach Rahden kommst. Du kannst dir sicher sein, egal wie es bei dir ausgeht, ob du als Krankenpfleger wiederkommst oder als Cocktailmixer du bist immer herzlich willkommen. Bleib wie du bist und bleib dir selbst treu. Du weißt im Flur hier im Jugendbereich hängt Gottes Zusage an der wir festhalten: Ich will, dass du bist.

A: Genau, Oliver sagt das immer: Ich will, dass du bist habibi!!

 

C: Das ist ein schöner Satz zum Schluss, oder fällt dir noch etwas ein?

A: Am Ende möchte ich euch gerne danken. Und ich hab richtig Glück, dass ich euch kennengelernt habe. Ich mag Rahden, ich mag die Menschen in Rahden. Es war eine richtig schöne Zeit für mich hier in Rahden, im CVJM oder im Kino oder beim Tuspo oder auch beim DRK. Und auch früher, als wir immer mit den Fahrrädern irgendwo hingefahren sind oder einfach zusammen essen und so, es war alles richtig schön. Aber wie gesagt, leider kann ich das nicht ändern. Das ist mein Schicksal. Aber unbedingt komme ich auch wieder nach Rahden. Da ich hier die richtigen Freunde habe. Ihr seid aber keine Freunde sondern ihr seid meine Familie.

 


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