Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

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Wieder in Ruhe und Frieden leben können! - Ostern 2017

Alle Probleme lösen?

monitor-1276949_1280Ich sitze vor dem Fernseher und schaue die Nachrichten. Die Tür geht auf, meine Tochter setzt sich neben mich in einen Sessel. Nach einem kurzen Augenblick fragt sie mich: „Papa, meinst du die bekommen das irgendwann mal wieder hin?“ Ich bin irritiert. Ich sehe sie an, schaue zurück auf den Fernseher. Dort berichten sie über die neusten Entwicklungen aus Amerika, der Türkei und Syrien. Ich frage zurück: „Du meinst Mr. Trump, Herrn Erdogan und die anderen Politiker?“ Sie nickt. Ich frage nochmals nach: „Du möchtest wissen, ob die Politiker es schaffen, dass alle Probleme gelöst werden und wir wieder in Ruhe und Frieden leben können!“

Wäre ich Populist, würde ich jetzt einfach mit ja oder nein antworten. Aber das fällt mir schwer. Ich denke zurück, wie das früher war. Ich kann mich noch an den Kalten Krieg erinnern, an den NATO Doppelbeschluss, an Perestroika und vieles mehr. Meine Tochter kennt die Finanzkrise 2007 wohl nur vom Erzählen. Danach war zwar nicht immer alles nur gut und schön auf der Welt, aber es sah aus, als ob die Menschheit aus den Fehlern gelernt hätte. Irgendwie waren wir hoffnungsvoll.

Und ich merke, die Frage meiner Tochter, ist auch meine Frage: „Bekommen die das wieder hin, die Politiker?“ Und ich könnte ihr jetzt sagen: „Ich weiß es nicht!“

Angst um ihre Macht und ihren Einfluss

spain-281399_1280Und ich erinnere mich an eine Geschichte. Da sind auch zwei Menschen im Gespräch. Sie sind verzweifelt. Es hatte sich alles so gut entwickelt. Sie hatten die Hoffnung, dass nun alles gut werden würde in ihrem Land. Damals gab es noch keine Präsidenten oder Kanzler. Er sollte König werden. Viele Menschen in ihrem Land hatten ihm auch schon zu gejubelt, alle waren von ihm begeistert. Das heißt, einige waren nicht begeistert von seinem Auftreten, sie hatten Angst um ihre Macht und ihren Einfluss. Darum sorgten sie dafür, dass ihm der Prozess gemacht wurde. Die Richter und alle Einflussreichen steckten unter eine Decke. Er hatte keine Chance gehabt. Am Ende wurde er verurteilt und hingerichtet. Er starb am Kreuz.

Und diese beiden Männer hatten dies alles miterlebt und gingen nun enttäuscht dahin zurück, wo sie hergekommen waren. Und versuchten zu verstehen, wie es dazu hatte kommen können, dass ihre Hoffnung zerbrach. In der Bibel wird es so erzählt: „Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.“

Unaufmerksamkeits-Blindheit

Ich habe mich immer gefragt, warum die Emmaus-Jünger Jesus nicht gleich erkannten, ob da irgendein Zaubertrick im Spiel war. Die moderne Psychologie hat aber dafür einen Namen: Unaufmerksamkeitsblindheit. Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich der Umstand, dass man häufig selbst aufdringlichste Dinge übersieht, wenn die Aufmerksamkeit nur auf etwas Anderes gerichtet ist. Und die Jünger richteten ihre Aufmerksamkeit auf die Ereignisse der vergangenen Tage, die Gefangennahme, die Verurteilung und Hinrichtung von Jesus. Darum fällt es ihnen nicht auf, dass Jesus sie auf ihrem Weg begleitet. Sie richten ihre Aufmerksamkeit auf das Vergangene, so dass sie die Gegenwart nicht erkennen können.

Es tut mir gut zu hören, dass es anderen Menschen auch so geht, wie mir. So wie die Emmaus-Jünger die Gegenwart Jesu nicht erkennen können, fällt es mir auch schwer in allem, was in den Medien berichtet wird, Gottes Handeln zu erkennen. Ob die Politiker es wieder hinbekommen, ich weiß es nicht. Aber diese Ostergeschichte berichtet, dass Gott es hinbekommen hat: Jesus ist auferstanden und er ist mit uns auf dem Weg.

Und wenn ein Arzt aus Rahden nach Sri Lanka fährt um dort Kranke zu behandeln oder zwei Handwerker aus Stemwede in Tansania jungen Menschen ihr Handwerk beibringen, dann ist Gott mit uns auf einem guten Weg.

Und machen Sie doch mal bei sich oder anderen den Unaufmerksamkeitstest. Sie finden ihn unter der Bezeichnung „Der unsichtbare Gorilla “ oder als „selective attention test“ im Internet.

Gesegnete Ostern wünscht Oliver Nickel

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